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Meine Autoren-Kollegen

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A —

Ackermann Marko
Albrecht Frank
Althoff Sven
Amherd Claudia
Ampie Loria Carlos Alberto
Arnold Sabine
Arold Christina
Assinger Claudia

B —

Bachman Katharina - Deadline
Bächtold Pia
Baeyer Christine
Baganz Arne-Wigand
Baltzer Kathrin
Barton Gaby
Bau Wolfgang
Bauer Max
Bauer Petra A.
Baumbast Wolfgang
Beck Axel
Becker Barbara
Becker Jörg
Becker Maryanne
Becker Michael
Becker Sonja
Beinlich Rainer
Ben Hamida Amor
Bendig Helmut
Berg Martina
Bergmann Daniel
Berg-Schmitt Jutta
Bickel Wolfgang
Billeter Nicole
Blaes Renate
Blaser Kurt
Böhme Aribert
Bonitz Matthias
- Kater Carlos Reise nach Palermo
Boose Thorsten - Boose-Nacht-Geschichten - Der deutsche Jackie Chan Filmführer
Brandt Thomas
Brangenberg Ronald
Brauers Peter

Broicher Cordula
Broichhagen Dieter
Bruns Norbert

C —

Catterfeld Philipp
Cranen Jennifer
- Ich will nicht, dass ihr weint
Cremer Marion

D —

Delveaux Andrea
Dietrich Stefan
Dietzelt Renate
Dobisch Alfred
Donder Andreas
Dörflinger Kai
Döring Dieter
Dorn Kirsten
- Tronis Reise ins Internet
Dorschner Karl
Dudas Andreas

E —

Eckarth Gerhard
Eggemann Cornelia
Ehlen Christina
Eichelmann Rene
El Bahry Mohamed
El Gharbaoui Beate
Elsen Jürgen
Eppele Klaus
Espenhain Haike
Evans Henry

F —

Falterbaum Ralf
Fedeler Susanne
Feldkirchner Jennifer
Fischer Holger
Fischer Kay
Fix-Bähre Julietta
Flemming Alexandra
Fluri Marisa
Freuwört Eckhard
Frey Fritz
Friedl Werner
Fuckert Sebastian

G —

Garcia Manon
Gärtner Thomas
Giebel Wilhelm J.
Gith Walter
Goss Wilhelm
Gräf Stefanie
Graziano Cristoforo
Graetz Mirco
Gröling Dirk
Grotmann Dorothee
Gruss Karl
Gruber Willibald Josef
Grunewald Harry
Gschwandtner Werner
Guschauski Dieter

H —

Hadenfeldt Ayleen Birgit
Hagen Ernst
Hahn Ludwig
Haiduk Dietmar
Haller Andreas
Halpaap-Wood Karla
Hartung Günter
Haßiepen Thorsten
Häusler Lysann
Hausmann Christiane
- Shakti Morgane: Die Richtung der Kraft - Familienrepräsentation mit Tarot
Hawlitzki Jürgen
Hay Theresa
Hefler Beate
Heimer Karsten
Heinsohn Ralf
Hemken Heiner
Hemmerling Rene
Henke Susanne
Hess Christoph
Hesse Regina
Hilke Arne
Hoffmann Silvia
Hoffmann Thomas
Hofmann Jacqueline
Honisch Sven
Hoppe Ralf
- Eines Menschen Zahl
Horne Herbert
Hosner Robert
Höserle Christian
Hubner Inge
Huray Judith Le

I,J —

Ising Sebastian
Iven Yasemin
Jaffke Michael
Jammer Walter
Jobst Michael
Jung Oliver

K —

Kähler Telse
Kaiser Stephan
Kalinka Dirk
- Der Prometheus-Effekt
Keilig Silvio
Khan Erika
King Angelika
Kirchner Leonhard
Kirstein Dennis
Klausen Troels
Klausnitzer Jens
Klawatsch Johann
Klein Gabriele
Klein Maria
Klesius Wolfgang
Klier Horst
Klute Jürgen
Knecht Alban -
Anti-Utopien “Ökodation 2028″
Knufmann Thomas
Kocher Claudia
Kohlhase Benjamin
Kohun Brit
König Armin
König Thomas
Köpp Constanze H. E.
Kort Martin
Koslowski Amalia Natalia
Kramer Bernhard
Krotz Werner
- zeit wie flüssige kristalle. Gedichte
Krueger Harald J.
Künne Thomas
Kupetz Alfred
Kupetz Bettina
Kurt Süleyman
Kuss Michael

L —

Lamboury Stefan
Landgraf Peter
Leder Werner
Lehne Michael F.
Lerch Magnus
Lindemann Thorsten
Linguistic Services Rudolf
Linhardt Andreas

Linke Marco W.
Linsi Karin
Lohner Harald
Lohse Susanne
Lorenz Gerd

M —

Mager Erika
Mahlstedt Susanne
Maikranz Frank C.
Marohn K.
Märtin René
Mathes Jan
Mayou Charlotte
Meierhofer Cristina
Melzer Wolfgang
Merk Michael
Merten Helmut
Michelmann Walter F.W.
Milde Michael
- Das Fragment
Minkels Dorothea
Molzahn Wolfgang
Motzner Bea
Müller Wolfgang
Müller-Mees Elke
Münninghoff Johannes
Murauer Michael
Myltz Kurz

N,O,P,Q —

Nagel Karl
Nastasi Alexander
- Sei dein eigenes Wunder
Naumann Jacqueline
Niemsch Gerhard
Niesner Michael
Oellrich Horst
Off Timo
Ogrzewalla M.A. Claudia
Okumus Ugur
Ott Martin
Peters Jan
Philipp Gerhard
Pillasch Sina
Pirschalawa Tamara
Potthoff Petra
Prehn Carsten
Prem Ursula
- Vorsicht Liebensgefahr
Pross Monika

R —

Rauscher Nicole
Rauseo Tina
Rechberg Franziska
Reinsch Monika
Rensenbrink Veith
- einfach nicht rauchen punkt.
Rosenkind Celine
Röske Jörg
- Der gelbe Himmel und die graue Ebene.
Rota Marco
Roulette-Guru
Rupf Thomas

S —

Säring Heinz
Schäf Michael
Schäfer Hans Joachim
Schäfer Karl-Josef
Schäfer Sabine
Schaffner Hanne
Schaller Fritz P.
Scheid Petra
Schiefer Nico
Schierke Bernhard
Schilling Barbara
- Columbo - Ein Hund für alle “Felle” - COLUMBO. Vier Pfoten und ein Halleluja!
Schinkel Gerd
Schloots Otti
Schlosser Ruediger
Schmidt Brigitta
Schmidt Friedrich
Schmidt Karin
Schmidt Nadine
Schmitt Hartmut
Schmitz-Eggen Lars
Scholt Monika
Schoon Bernhard
Schörshusen Horst
Schuh Hermann

Schulz Bianca
Seidel Florian
Seidel Matthias
Seidl Helmut Felix
Siebenhofer Heidrun
Sieverling Guido
- Computer-Klassiker
Söcknick-Scholz Rainer
Sohmer Ralf -
Sattelperspektive - Mit dem Fahrrad unterwegs auf drei Kontinenten
Sommer Beate
Sonntag Sven-Erik
Sorgatz Sven

Spitzbarth Marco
Sprehe Markus
Springer Rafael
Stadelmann Michaela
Stahl Anna
Stange Gisela -
Reihe: “Nur eine Berlinerin” Band1 - Band2 - Band3 - Band4
Stattkus Dietmar
Staudte Bernd
Stiegler Thomas
Störtenbecker Rainer
Sträter Hans-Jürgen
Streit Daniel
Stübe Monika - Mein Weg aus der Hölle
Supersberger Franz
Synold Friedrich
Szymanski Oliver

T,U,V —

Terstegge Gerhard
Thiemann Dagmar
Tietjen Andreas
TineLaVita
Tißler Jan
Treche Marion
Trier Ingrid
Trimbach Jürgen
Tümmers Oliver
Ulm Gabriele
Unger Denis
Vatter Andrea
Venus Heiko
Vesper Sören
Vogt Dirk
von Holt Hannes
Vorrath Armin

W —

Wabbel Jürgen
Wagner Marianne
Weber Ino
Weil Thorolf
Welik Jakob
Wenig-Karasch Sylvia
- Geldsorgen-Schulden: Die wichtigsten Schritte aus der Krise - Arbeitslosigkeit - 100 wichtige Fragen und Antworten
Werner Svenja
Weßeling Kim Marc Alexander
Winsmann Joachim
Winter Klaus Michael
Winzenried Markus
Wipperling Anneliese
Witt Sascha
Wolf Vera

X,Y,Z —

Yasar Hakan
Zacharias Frank
Zeitler Claudia
Zeutschel Ursula
Zimmermann Jens
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Sattelperspektive Cover

Sei dein eigenes Wunder von Alexander Nastasi

Columbo - Ein Hund für alle 'Felle'

Informationsdienst Wissenschaft

Broichhagen


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Webnews Mister Wong Germany

Pressemitteilung: Ehemaliger IT-Unternehmer schreibt Science-Fiction mit wissenschaftlichem Hintergrund

"Professor Allman", Wissen Sie ... Kommentar schreiben »

(openPR.de) Der ehemalige IT-Unternehmer Klaus-Dieter Sedlacek entwickelte noch Mitte der neunziger Jahre ein Zahlstellen-Programmsystem für den Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Jetzt im Alter von 59 Jahren und im Ruhestand, veröffentlicht er seinen ersten Science-Fiction-Roman mit dem Titel „Professor Allman – Auf der Suche nach der Weltformel“.

Der Zeitreise- und Parallelwelt-Roman handelt von Professor Allman, einem renommierten Physikprofessor und seinem sechzehnjährigen Assistenten Daniel Josten. Professor Allman nimmt an einem Forschungswettbewerb teil und möchte unbedingt den Sieg für seine Universität in Quantum City holen. Sein persönlicher Ehrgeiz ist es, die Weltformel zu finden, die zum größten Geheimnis des Universums gehört. Mitbewerber und Intrigen zwingen ihn und sein Team zum überstürzten Aufbruch in parallele Universen. Zu seinem Team gehört auch die attraktive Kryptozoologin Heroine Embassy. Bösartige Gegner sorgen dafür, dass er immer wieder in falschen Welten landet, aus denen es so gut wie kein Entrinnen gibt. Schier unüberwindliche Aufgaben gilt es zu lösen, um die Weltformel zu finden. So geht es für ihn und seine Begleiter auf einmal um Kopf und Kragen.
Auf die Frage, ob er zum Schreiben von Belletristik nicht völlig andere Fähigkeiten nötig hat, als zur Entwicklung von Software, antwortete der Autor: „Das Schreiben von Romanen besteht zu 95 % aus handwerklichem Können und Fleiß, die restlichen fünf Prozent sind Intuition. Das Handwerkliche habe ich gelernt, bevor ich zu schreiben anfing und Intuition brauchte ich auch bei der Softwareentwicklung. Überhaupt gleicht der Entwicklungsablauf eines Romans vom Konzept bis zum fertigen Ergebnis dem der Softwareentwicklung.“

Was unterscheidet nun den „Professor Allman“ von üblicher Fantasy? Der Autor betont, dass die im Roman gezeigten Welten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und deren visionäre Fortentwicklung darstellen. Für die Recherche zu seinen Romanen hat Sedlacek eine Menge interessanter Fakten aus den Bereichen Technik, Physik oder der Geschichte gesammelt. Im Roman sind die Fakten in spannende Handlungen eingewoben. Einiges erscheint als zu fantastisch, als dass es Faktum sein könnte und so ist schon das ein spannendes Spiel, herauszufinden, was wahr und was dichterische Freiheit ist. Beispielsweise widerspricht es der Erfahrung, dass verloren gegangene menschliche Organe wieder nachwachsen können. Und doch hat die Wissenschaft bereits Anfänge in dieser Richtung gemacht, auch wenn der Weg noch weit ist.

Klaus-Dieter Sedlacek ist Diplom-Mathematiker und lebt mit seiner Frau in Süddeutschland. Sein neu erschienener Roman „Professor Allman – Auf der Suche nach der Weltformel“, ISBN 978-3-8370-0708-4 ist erhältlich im Buchhandel oder kann über den Link auf der Internetseite des Autors
klaus-sedlacek.de/?page_id=2 bestellt werden.

Link:
Leseprobe

Webnews Mister Wong Germany

Wie Europa zu seinem Namen kam

"Paradisienne", Geschichte, Kostenlose Geschichten, Wissen Sie ... Kommentar schreiben »
Wissen Sie über die Sagen des klassischen Altertums Bescheid? Hier jetzt eine der schönsten Sagen als kostenlose Geschichte für Sie!

Boetius 1650: Der Raub der Europa

Bild in voller Größe anzeigen

Wenn Elektra Schwanberg (aus Paradisienne, “Ewige Jugend”) die folgende Sage gekannt hätte, dann wäre sie wohl etwas vorsichtiger gewesen.

Gustav Benjamin Schwab: Europa

Im Lande Tyrus und Sidon erwuchs die Jungfrau Europa, die Tochter des Königs Agenor, in der tiefen Abgeschiedenheit des väterlichen Palastes. Zu dieser ward nachmitternächtlicherweile, wo untrügliche Träume die Sterblichen besuchen, ein seltsames Traumbild vom Himmel gesendet. Es kam ihr vor, als erschienen zwei Weltteile in Frauengestalt, Asien und der gegenüberliegende, und stritten um ihren Besitz. Die eine der Frauen hatte die Gestalt einer Fremden; die andere - und dies war Asien - glich an Aussehen und Gebärde einer Einheimischen. Diese wehrte sich mit zärtlichem Eifer für ihr Kind Europa, sprechend, daß sie es sei, welche die geliebte Tochter geboren und gesäugt hätte. Das fremde Weib aber umfaßte sie wie einen Raub mit gewaltigen Armen und zog sie mit sich fort, ohne daß Europa im Innern zu widerstreben vermochte. »Komm nur mit mir, Liebchen«, sprach die Fremde, »ich trage dich als Beute dem Ägiserschütterer Zeus entgegen; so ist dir’s vom Geschicke beschieden.« Mit klopfendem Herzen erwachte Europa und richtete sich vom Lager auf, denn das Nachtgesicht war hell wie ein Anblick des Tages gewesen. Lange Zeit saß sie unbeweglich aufrecht im Bette, vor sich hinstarrend, und vor ihren weit aufgetanen Augensternen standen noch die beiden Weiber. Erst spät öffneten sich ihre Lippen zum bangen Selbstgespräche: »Welcher Himmlische«, sprach sie, »hat mir diese Bilder zugeschickt? Was für wunderbare Träume haben mich aufgeschreckt, die ich im Vaterhause süß und sicher schlummerte? Wer war doch die Fremde, die ich im Traume gesehen? Welch eine wunderbare Sehnsucht nach ihr regt sich in meinem Herzen? Und wie ist sie selbst mir so liebreich entgegengekommen, und auch als sie mich gewaltsam entführte, mit welchem Mutterblicke hat sie mich angelächelt! Mögen die seligen Götter mir den Traum zum besten kehren!«

Der Morgen war herangekommen; der helle Tagesschein vermischte den nächtlichen Schimmer des Traumes aus der Seele der Jungfrau, und Europa erhub sich zu den Beschäftigungen und Freuden ihres jungfräulichen Lebens. Bald sammelten sich um sie ihre Altergenossinnen und Gespielinnen, Töchter der ersten Häuser, welche sie zu Chortänzen, Opfern und Lustgesängen zu begleiten pflegten. Auch jetzt kamen sie, ihre Herrin zu einem Gange nach den blumenreichen Wiesen des Meeres einzuladen, wo sich die Mädchen der Gegend scharenweise zu versammeln und am üppigen Wuchse der Blumen und am rauschenden Halle des Meeres zu erfreuen pflegten. Alle Mädchen führten einen Korb zum Blumensammeln in den Händen. Europa selbst trug einen goldenen Korb, geschmückt mit glänzenden Bildern aus der Göttersage; er war ein Werk des Hephaistos, ein uraltes Göttergeschenk des Erderschütterers Poseidon, das dieser der Libya geschenkt hatte, als er um sie warb. Aus ihrem Besitze war es von Hand zu Hand als Erbstück in das Haus des Agenor gekommen. Mit diesem Brautschmuck angetan, eilte die holdselige Europa an der Spitze ihrer Gespielinnen den Meereswiesen zu, die voll der buntesten Blumen standen. Jubelnd zerstreute sich die Schar der Mädchen da- und dorthin, jede suchte sich eine Blume auf, die nach ihrem Sinne war. Die eine pflückte die glänzende Narzisse, die andere wandte sich der Balsam ausströmenden Hyazinthe zu, eine dritte erwählte sich das sanfter duftende Veilchen, andern gefiel der gewürzige Quendel, wieder andere brachen den gelben, lockenden Krokus. So flogen die Gespielinnen hin und her; Europa aber hatte bald ihr Ziel gefunden, sie stand, wie unter den Grazien die schaumgeborne Liebesgöttin, alle ihre Genossinnen überragend, und hielt hoch in der Hand einen vollen Strauß von glühenden Rosen.

Als sie genug Blumen gesammelt, lagerten sich die Jungfrauen, ihre Fürstin in der Mitte, harmlos auf dem Rasen und fingen an, Kränze zu flechten, die sie, den Nymphen der Wiese zum Dank, an grünenden Bäumen aufhängen wollten. Aber nicht lange sollten sie ihren Sinn an den Blumen ergötzen, denn in das sorglose Jugendleben Europas griff unversehens das Schicksal ein, das ihr der Traum der verschwundenen Nacht geweissagt hatte. Zeus, der Kronide, war von den Geschossen der Liebesgöttin, die allein auch den unbezwungenen Göttervater zu besiegen vermochten, getroffen und von der Schönheit der jungen Europa ergriffen worden. Weil er aber den Zorn der eifersüchtigen Hera fürchtete, auch nicht hoffen durfte, den unschuldigen Sinn der Jungfrau zu betören, so sann der verschlagene Gott auf eine neue List. Er verwandelte seine Gestalt und wurde ein Stier. Aber welch ein Stier! Nicht, wie er auf gemeiner Wiese geht oder unters Joch gebeugt den schwerbeladenen Wagen zieht; nein, groß, herrlich von Gestalt, mit schwellenden Muskeln am Halse und vollen Wampen am Bug; seine Hörner waren zierlich und klein, wie von Händen gedrechselt, und durchsichtiger als reine Juwelen; goldgelb war die Farbe seines Leibes, nur mitten auf der Stirne schimmerte ein silberweißes Mal, dem gekrümmten Horne des wachsenden Mondes ähnlich; bläulichte, von Verlangen funkelnde Augen rollten ihm im Kopfe.

Ehe Zeus diese Verwandlung mit sich vornahm, rief er zu sich auf den Olymp den Hermes und sprach, ohne ihm etwas von seinen Absichten zu enthüllen: »Spute dich, lieber Sohn, getreuer Vollbringer meiner Befehle! Siehst du dort unten das Land, das links zu uns emporblickt? Es ist Phönizien; dieses betritt und treibe mir das Vieh des Königes Agenor, das du auf den Bergtriften weidend finden wirst, gegen das Meeresufer hinab.« In wenigen Augenblicken war der geflügelte Gott, dem Winke seines Vaters gehorsam, auf der sidonischen Bergweide angekommen und trieb die Herde des Königes, unter die sich auch, ohne daß Hermes es geahnt hätte, der verwandelte Zeus als Stier gemischt hatte, vom Berge herab nach dem angewiesenen Strande, eben auf jene Wiesen, wo die Tochter Agenors, von lyrischen Jungfrauen umringt, sorglos mit Blumen tändelte. Die übrige Herde nun zerstreute sich über die Wiesen ferne von den Mädchen; nur der schöne Stier, in welchem der Gott verborgen war, näherte sich dem Rasenhügel, auf welchem Europa mit ihren Gespielinnen saß. Schmuck wandelte er im üppigen Grase einher, über seiner Stirne schwebte kein Drohen, sein funkelndes Auge flößte keine Furcht ein, sein ganzes Aussehen war voll Sanftmut. Europa und ihre Jungfrauen bewunderten die edle Gestalt des Tieres und seine friedlichen Gebärden, ja sie bekamen Lust, ihn recht in der Nähe zu besehen und ihm den schimmernden Rücken zu streicheln. Der Stier schien dies zu merken, denn er kam immer näher und stellte sich endlich dicht vor Europa hin. Diese sprang auf und wich anfangs einige Schritte zurück; als aber das Tier sogar zahm stehenblieb, faßte sie sich ein Herz, näherte sich wieder und hielt ihm ihren Blumenstrauß vor das schäumende Maul, aus dem sie ein ambrosisches Atem anwehte. Der Stier leckte schmeichelnd die dargebotenen Blumen und die zarte Jungfrauenhand, die ihm den Schaum abwischte und ihn liebreich zu streicheln begann. Immer reizender kam der herrliche Stier der Jungfrau vor, ja sie wagte es und drückte einen Kuß auf seine glänzende Stirne. Da ließ das Tier ein freudiges Brüllen hören, nicht wie andere gemeine Stiere brüllen, sondern es tönte wie der Klang einer lydischen Flöte, die ein Bergtal durchhallt. Dann kauerte es sich zu den Füßen der schönen Fürstin nieder, blickte sie sehnsüchtig an, wandte ihr den Nacken zu und zeigte ihr den breiten Rücken. Da sprach Europa zu ihren Freundinnen, den Jungfrauen: »Kommt doch auch näher, liebe Gespielinnen, daß wir uns auf den Rücken dieses schönen Stieres setzen und unsere Lust haben; ich glaube, er könnte unserer viere aufnehmen und beherbergen. Er ist so zahm und sanftmütig anzuschauen, so holdselig; er gleicht gar nicht anderen Stieren; wahrhaftig, er hat Verstand wie ein Mensch, und es fehlt ihm gar nichts als die Rede!« Mit diesen Worten nahm sie ihren Gespielinnen die Kränze, einen nach dem andern, aus den Händen und behängte damit die gesenkten Hörner des Stieres, dann schwang sie sich lächelnd auf seinen Rücken, während ihre Freundinnen zaudernd und unschlüssig zusahen.

Der Stier aber, als er die geraubt, die er gewollt hatte, sprang vom Boden auf. Anfangs ging er ganz sachte mit der Jungfrau davon, doch so, daß ihre Genossinnen nicht gleichen Schritt mit seinem Gange halten konnten. Als er die Wiesen im Rücken und den kahlen Strand vor sich hatte, verdoppelte er seinen Lauf und glich nun nicht mehr einem trabenden Stiere, sondern einem fliegenden Roß. Und ehe sich Europa besinnen konnte, war er mit einem Satz ins Meer gesprungen und schwamm mit seiner Beute dahin. Die Jungfrau hielt mit der Rechten eins seiner Hörner umklammert, mit der Linken stützte sie sich auf den Rücken; in ihre Gewänder blies der Wind wie ein Segel; ängstlich blickte sie nach dem verlassenen Lande zurück und rief umsonst den Gespielinnen; das Wasser umwallte den segelnden Stier, und seine hüpfenden Wellen scheuend, zog sie furchtsam die Fersen hinauf Aber das Tier schwamm dahin wie ein Schiff; bald war das Ufer verschwunden, die Sonne untergegangen, und im Helldunkel der Nacht sah die unglückliche Jungfrau nichts um sich her als Wogen und Gestirne. So ging es fort, auch als der Morgen kam; den ganzen Tag schwamm sie auf dem Tiere durch die unendliche Flut dahin; doch wußte dieses so geschickt die Wellen zu durchschneiden, daß kein Tropfen seine geliebte Beute benetzte. Endlich gegen Abend erreichten sie ein fernes Ufer. Der Stier schwang sich ans Land, ließ die Jungfrau unter einem gewölbten Baume sanft vom Rücken gleiten und verschwand vor ihren Blicken. An seine Stelle trat ein herrlicher, göttergleicher Mann, der ihr erklärte, daß er der Beherrscher der Insel Kreta sei und sie schützen werde, wenn er durch ihren Besitz beglückt würde. Europa in ihrer trostlosen Verlassenheit reichte ihm ihre Hand als Zeichen der Einwilligung; und Zeus hatte das Ziel seiner Wünsche erreicht.

Aus langer Betäubung erwachte Europa, als schon die Morgensonne am Himmel stand. Sie fand sich einsam, sah mit verirrten Blicken um sich her, als wollte sie die Heimat suchen. »Vater, Vater!« rief sie mit durchdringendem Wehelaut, besann sich eine Weile und rief wieder: »Ich verworfene Tochter, wie darf ich den Vaternamen nur aussprechen? Welcher Wahnsinn hat mich die Kindesliebe vergessen lassen!« Dann sah sie wieder, wie sich besinnend, umher und fragte sich selbst: »Woher, wohin bin ich gekommen? - Zu leicht ist ein Tod für die Schuld der Jungfrau! Aber wache ich denn auch und beweine einen wirklichen Schimpf? Nein, ich bin gewiß unschuldig an allem, und es neckt meinen Geist nur ein nichtiges Traumbild, das der Morgenschlaf wieder entführen wird! Wie wäre es auch möglich, daß ich mich hätte entschließen können, lieber auf dem Rücken eines Untieres durch unendliche Fluten zu schwimmen, als in holder Sicherheit frische Blumen zu pflücken!« - So sprach sie und fuhr mit der flachen Hand über die Augenlider, als wollte sie den verhaßten Traum verwischen. Als sie aber um sich blickte, blieben die fremden Gegenstände unverrückt vor ihren Augen; unbekannte Bäume und Felsen umgaben sie, und eine unheimliche Meeresflut schäumte, an starren Klippen sich brechend, empor am niegeschauten Gestade. »Ach, wer mir jetzt den Stier auslieferte«, rief sie verzweifelnd, »wie wollte ich ihn zerfleischen; nicht ruhen wollte ich, bis ich die Hörner des Ungeheuers zerbrochen, das mir jüngst noch so liebenswürdig erschien! Eitler Wunsch! Nachdem ich schamlos die Heimat verlassen, was bleibt mir übrig als zu sterben? Wenn mich nicht alle Götter verlassen haben, so sendet mir, ihr Himmlischen, einen Löwen, einen Tiger! Vielleicht reizt sie die Fülle meiner Schönheit, und ich muß nicht warten, bis der entsetzliche Hunger an diesen blühenden Wangen zehrt!« Aber kein wildes Tier erschien; lächelnd und friedlich lag die fremde Gegend vor ihr, und vom unumwölkten Himmel leuchtete die Sonne. Wie von Furien bestürmt, sprang die verlassene Jungfrau auf »Elende Europa«, rief sie, »hörst du nicht die Stimme deines abwesenden Vaters, der dich verflucht, wenn du deinem schimpflichen Leben nicht ein Ende machst! Zeigt er dir nicht jene Esche, an welche du dich mit deinem Gürtel aufhängen kannst? Deutet er nicht hin auf jenes spitze Felsgestein, von welchem herab dich ein Sprung in den Sturm der Meeresflut begraben wird? Oder willst du lieber einem Barbarenfürsten als Nebenweib dienen und als Sklavin von Tag zu Tag die zugeteilte Wolle abspannen, du, eines hohen Königes Tochter?« So quälte sich das unglückliche verlassene Mädchen mit Todesgedanken und fühlte doch nicht den Mut in sich, zu sterben. Da vernahm sie plötzlich ein heimliches spottendes Flüstern hinter sich, glaubte sich belauscht und blickte erschrocken rückwärts. In überirdischem Glanze sah sie da die Göttin Aphrodite vor sich stehen, ihren kleinen Sohn, den Liebesgott, mit gesenktem Bogen zur Seite. Noch schwebte ein Lächeln auf den Lippen der Göttin, dann sprach sie: »Laß deinen Zorn und Hader, schönes Mädchen! Der verhaßte Stier wird kommen und dir die Hörner zum Zerreißen darreichen; ich bin es, die dir im väterlichen Hause jenen Traum gesendet. Tröste dich, Europa! Zeus ist es, der dich geraubt hat; du bist die irdische Gattin des unbesiegten Gottes; unsterblich wird dein Name werden, denn der fremde Weltteil, der dich aufgenommen hat, heißt hinfort Europa!«

Die schönsten Sagen des klassischen Altertums

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Wie Nanomaschinen fehlende Gliedmaßen nachbauen

"Professor Allman", Wissen Sie ..., Zukunft 2 Kommentare »
Wissen Sie über die große Zukunft von Nanomaschinen Bescheid? Hier jetzt die Antwort!

Unter Nanomaschinen, auch als Nanobots oder Nanoroboter bezeichnet, versteht man autonome Kleinstmaschinen als eine der Entwicklungsrichtungen der Nanotechnologie. Die Nanomaschinen sollen in nicht allzuferner Zukunft etwa die Größe von Blutkörperchen haben und sich fortbewegen können. Solchen Maschinen wird eine große Zukunft in der Medizin vorausgesagt, aber auch in der Computerindustrie, Umwelttechnik, Biotechnologie. Außer der Fortbewegung sollen sie sich wie Zellen selbst organisieren, vermehren und an ihre Umgebung anpassen können. Zur Zeit befindet man sich in dem Stadium, dass man winzige Erbgut-Bauklötzchen aus DNA herstellen kann. Auch soll bereits eine Art Auto hergestellt worden sein, das nur wenige Atome groß ist.

Im Romanprojekt “Professor Allman” bauen Nanomaschinen fehlende Gliedmaßen auf.

Video: Nanobots in Aktion

Sachbücher zum Thema

Webnews Mister Wong Germany

Gibt es Löcher in den Polkappen? - Theorie der hohlen Erde

"Panchala", Grenzbereiche, Wissen Sie ... Kommentar schreiben »
Wissen Sie , ob die Erde hohl ist? Hier jetzt die Information!

Eine bis in die heutige Zeit gängige Theorie besagt, daß die Erde hohl ist (Theorie der hohlen Erde). Bestimmte Verianten dieser Theorie gehen davon aus, daß an den Polkappen Öffnungen existieren durch die man in das Innere der hohlen Erde gelangen kann. Einer der vorgibt, eine solche Öffnung gefunden zu haben, ist der US-amerikanische Polarforscher und Admiral Richard Byrd.

Die Theorie der hohlen Erde wird für den Roman “Panchala” benutzt.

Sachbuch-Link zum Thema

Video in englischer Sprache über das Thema der hohlen Erde:

Webnews Mister Wong Germany

Multiversum: gibt es mehr als ein Universum?

"Professor Allman", Physik u.Kosmos, Wissen Sie ... Kommentar schreiben »
Wissen Sie was Multiversum bedeutet? Hier jetzt die Antwort!

Die Gesamtheit aller möglichen Universen aller Zeiten, unser beobachtbares Universum eingeschlossen, wird als Multiversum bezeichnet. Die Definition des Begriffs, so wie er heute benutzt wird, stammt aus einer wissenschaftlichen Arbeit von David Deutsch.

Die Protagonisten im Science-Fiction- und Zeitreiseroman “Professor Allman - Auf der Suche nach der Weltformel” unternehmen Zeitreisen im Multiversum und müssen dabei in zahlreichen gefährlichen Situationen Lösungen finden.

Weiterer Link:
Wikipedia Artikel

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“Paradisienne” - heiter spannende Fantasy

"Paradisienne" 5 Kommentare »

Cover des Buchs

Fantasy - Reiselektüre

Inhalt

  • Paradisienne … 7
  • Die Feuerprobe … 53
  • Rache … 87
  • Das Riff … 103
  • Blutwurst … 113
  • Lemuren … 123
  • Eltern 2050 … 139
  • Starkstrom … 145
  • Ewige Jugend … 153

Insgesamt 172 Seiten.

(Änderungen vorbehalten)

Haushaltsroboter gehen im Kaufhaus Paradisienne Parfüm einkaufen. Plötzlich kippen sie zitternd und zuckend um. Tod! - Eine Wissenschaftlerin schließt einen Pakt mit den Göttern, um auf ewig jung zu bleiben. Jahre geht alles gut, bis sie einen jüngeren Mann trifft.
Insgesamt sind es neun sagenhaft anmutende, lebendig geschriebene Geschichten aus vergangenen bis zukünftigen Zeiten. Ein liebenswert, faszinierender Leckerbissen für die Freunde heiter spannender Fantasy-Geschichten!
Durch sein handliches Format (12×19 cm) und der gut lesbaren 11-Punkt-Schrift eignet sich das Buch besonders für Urlaub und Reisen. Man kann es überall in Bus, Bahn, Flugzeug oder U-Bahn mitnehmen und lesen, denn für jede Reisedauer gibt es eine Geschichte in passender Länge.

Die Geschichte “Eltern 2050″ ist schon in der Literaturzeitung “Federwelt” Ausgabe Nr. 60 Oktober/November 2006, ISSN 1439-8362 veröffentlicht worden.

Link für die Buchbestellung

Webnews Mister Wong Germany

Die Zeit des Fortschritts

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Nürnberger Bahnhof - Blechspielzeug d. Fa. Carette um 1900

Foto: KS

„Vielleicht kommt sie heute wieder zurück“ denkt Wilhelm Huber Bahnhofsvorsteher in Nürnberg. „Es ist doch so schön im ersten Stock des neuen Bahnhofs“, wo die Dienstwohnung liegt. „Auch von außen, mit den neuen Gardinen sieht alles stattlich aus“.
Vor drei Wochen war Elfriede, seine Frau mit seinen beiden Kindern Hans und Heinrich zu ihrer Mutter nach Fürth gefahren.
„Vielleicht kommt sie heute zurück. Sie hätte ja auch telegrafieren können, wann sie wieder kommt. Schließlich ist nicht mehr 1835 als Großvater mit der ersten deutschen Eisenbahn nach Fürth fuhr. Nein, damals gab es noch keine Telegrafie. Aber heute ist das anders, moderner, die Zeit des Fortschritts! Schließlich schreibt man das Jahr anno domini 1898“. Huber nestelt an der Kette zu seiner Taschenuhr. „Vielleicht kommt sie heute“.
Man sieht ihm schon von weitem die Respektsperson an, wie er so auf dem Bahnsteig vor dem Wartesaal der ersten Klasse steht, im schwarzen Anzug mit Zylinder, mit der linken Hand den Kaiser-Wilhelm-Bart zwirbelnd und mit der rechten die Zeit auf der Taschenuhr kontrollierend.
„Irgend etwas stimmt nicht. Der 2:00 Uhr Schnellzug, mit den neuen modernen Personenwagen der bayerischen Staatsbahn müsste schon längst da sein!“ Huber schaut zum Giebel hoch, die Bahnhofsuhr unter die Rad mit den Flügeln zeigt erst fünf vor zwei an, obwohl seine Taschenuhr schon fünf nach zwei hat. „Vielleicht kommt sie gleich?“
„Stattlich sieht der Bahnhof aus! Ja, das war gut, die Nürnberger Patrizierhäuser als Vorlage für den Neubau des Bahnhofs zu nehmen. Die gotischen Fenster, die Erker mit den Spitztürmchen und den Kugeln drauf, die ornamentartigen Schrägen zum Dach und das Glöckchen ganz oben, alles zeugt von Wohlstand und Reichtum. Jetzt müsste er aber kommen, der Zug mit der Elfriede und den Kindern. Wenn nur nicht diese Ungewissheit wäre, kommt sie vielleicht gar nicht?“
Man hört schon die Pfeife des einlaufenden Schnellzugs, das Zischen des Dampfs, das Rollen der Eisenräder über die Nahtstellen der Schienen, das Stampfen der Lokomotive und dann das Quietschen der Bremsen. „Vielleicht ist sie im Zug. Aber was ist, wenn sie nicht kommt?“.
Huber kann es kaum erwarten, er eilt, er stolpert fast zum Abteil der ersten Klasse. „Himmel, lass sie heute ankommen!“.
Zahlreiche Reisende steigen aus dem Zug, erst einfache Landfrauen mit Körben, dann Bürgerinnen mit weit ausladenden, federgeschmückten Hüten, schließlich seriöse Herren in Nadelstreifen und Zylinder.
„Ich kann sie nicht sehen!“, denkt Huber. „Wie soll ich das noch aushalten, ohne meine Elfriede? Es ist wirklich zum Verzweifeln!“
Und dann sieht er sie. Würdevoll, gemessenen, stolzen Schrittes in ihrem langen, bis zu den Schuhen gehenden braunen Kleid mit weißen Rüschen, hinter zwei Kindern in Matrosenanzügen, steigt sie die Treppe des Wagens hinunter.
Huber ist zur Stelle, der Zylinder ein wenig nach hinten gerutscht. Beinahe hätte er seine Würde vergessen und sie in aller Öffentlichkeit umarmt. So kommt nur ein Seufzer aus seinem Herzen und ein glückliches Lächeln macht sich breit: „Gott sei Dank, dass du wieder da bist, nach drei langen Wochen! - Du glaubst gar nicht, was passiert ist. Die Zugehfrau hat gekündigt. In unserer Küche türmen sich Berge an schmutzigem Geschirr!“

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